19.02.06: TSV-Damen knapp unterlegen 
Fast hätten die TSV-Volleyballerinnen am vergangenen Samstag im Kampf um Oberliga-Punkte für zwei faustdicke Überraschungen gesorgt.
Doch wieder einmal stand den Gastgeberinnen gegen die Teams des Tabellenfünften SV Schmalkalden und dem Ligasechsten Post SV Gera II, das Glück nicht an der Seite. Bereits vor Spielbeginn standen erneut nur sechs Spielerinnen durch zwei kurzfristige Ausfälle zur Verfügung. Darüber hinaus mussten die Seeber & Co., wie auch die TSV-Herren, ohne die beiden etatmäßigen Zuspieler auskommen, als sich auch noch Anja Lemke beruflich bedingt abmelden musste. Aus dem verbleibenden Kader blieb nur Peggy Greiser als mögliche Zuspielerin übrig, fehlte damit aber wiederum als Diagonalangreiferin. Trotzdem agierte man kämpferisch gegen den klar favorisierten Gegner aus Gera, als man in allen drei Sätzen lange mithalten konnte und erst zum Ende der Sätze den Erfolgsfaden verlor. Mit jeweils 20:25 Punkten nach insgesamt 70 Minuten musste man alle drei Sätze gegen die Ostthüringer Damen abgeben. Eigentlich wäre das anschließende Spiel gegen Schmalkalden eine noch klarere Sache für das Gästeteam gewesen, doch die Seeber-Schützlinge hatten sich jetzt richtig in ihrer Formation "warm- und eingespielt". Nach 43 Minuten und zweimal 25:17-Satzgewinnen stand es überraschend 2:0 für die Gastgeberinnen. Mit super Kampfmoral, allen voran Mittelblockerin Jana Heilemann, die sogar mit einer Fussveretzung gehandicapt ins zweite Tagesspiel ging, trumpfte man gegen den sichtlich überraschten Tabellenfünften auf.
Erst ab dem dritten Satz konnte sich der Favorit im "Lokalderby" fangen und profitierte dabei auch von dem zunehmenden Kräfteverschleiss der TSV-Damen. Mit 22:25 Punkten mussten sich die TSV-ler letztlich geschlagen geben und auch im darauffolgenden vierten Satz konnten sie sich lange (21:25) gegen den Satzausgleich wehren. Im Nervenkrimi "Tiebreak" hatten dann die Gäste einfach die größeren Kraftreserven sowie das notwendige Quentchen Glück auf ihrer Seite und besiegten die Zella-Mehliser Damen nach 110 Minuten (!) mit 15:11 Punkten, also insgesamt mit 3:2 Sätzen. Schade, denn einen Tagessieg hätten die aufopferungsvoll spielenden Seeber & Co. wirklich verdient gehabt. So blieb es wie bereits im Verlauf der gesamten Saison, am Ende stehen die TSV-Damen erneut ohne Sieg da und rangieren mit 4:30 Punkten weiterhin auf dem elften Tabellenrang. Im nächsten und letzten Heimspielturnier am 04. März gegen Stützpunkt Suhl und Herrnschwende will man erneut einen Versuch auf den dritten Saisonsieg starten, vielleicht dann mit einem Happyend.
Der TSV spielte mit: Daniela Seeber, Jana Heilemann, Peggy Greiser, Gritt Dietz, Franziska Werner und Jutta Dreßler.
(Ulf Greiser) |